Bett aus Mondholz – doch was dran?

Da meint ein erfahrener Zimmerer: „Es ist erschreckend, wie schlecht die Holzqualität in den vergangenen fünfzig Jahren im Vergleich zu den vorherigen Jahrhunderten geworden ist!“ Diese Meinung ist durchaus nachvollziehbar, mag doch schlechte Holzqualität mit dem hohen Kostendruck und der grossen Konkurrenz in der heutigen Wirtschaft zu tun haben. Die Natürlichkeit des Holzes bleibt dabei auf der Strecke, denn neue, aufwändige Techniken, wie Trockenkammern oder chemische Behandlungen gegen Bläuepilze, haben Einzug gehalten.

 

Das alte Wissen - Möbel mit Mondholz

Das alte Wissen – Möbel mit Mondholz

Das alte Wissen, also jene Erfahrungen, die sich über viele Jahrhunderte angesammelt hatten, ist weitgehend verloren gegangen. „Wenn ein Hausgiebel aus Eiche schon nach zwanzig Jahren morsch wird, obwohl dieser eigentlich hundert Jahren halten sollte, dann muss im wahrsten Sinne etwas faul sein“, so der nachdenkliche Zimmerer weiter. Darauf folgt der Einwurf eines Holzexperten: „Holz wurde
früher eben zum „richtigen Zeitpunkt“ geschlägert und diese Praktik lässt sich in der heutigen Wirtschaftswelt nicht mehr umsetzen!“

Liest man in entsprechender Literatur nach, dann unterscheidet sich Holz „zum richtigen Zeitpunkt geschlägert“, kurz Mondholz genannt, eindeutig von normalem Holz: Mondholz schwindet nicht, ist rissfrei, verzieht sich nicht, ist witterungsbeständig, noch dazu brennt es schwer bzw. verkohlt nur an der Oberfläche. Mondholz stellt damit geradezu die höchste Form von Qualität dar, denn alle bei Holz beklagten Nachteile scheint es hier nicht zu geben.

Aus diesem Grund bin ich auch Mitglied bei BERGMOND®: Ganz allgemein gilt für BERGMOND®HOLZ, dass es langsam wächst. Das Qualitätsmerkmal «Feinjährigkeit» kann an den engen Jahrringen abgelesen werden. Das Wissen um die «richtige Zeit» der Fällung, den geeigneten Standort, den optimalen Einschnitt und die richtige Weiterverarbeitung sind ebenso wichtig, wie das Know-how der Holzbaupioniere und die Anwendung neuer Technologien.

Auch ein Team von Wissenschaftlern verschiedener Institute in der Schweiz hat nun die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Mondphasen und Holzeigenschaften wieder ganz neu aufgerollt. In der grössten bisher durchgeführten Mondholzstudie mit 432 untersuchten Fichten und 144 Edelkastanien wurden über mehrere Mondzyklen verteilt Anfangsfeuchtigkeit, Holzschwindung und die relative Holzdichte genau untersucht. Unter relativer Holzdichte verstand man das Verhältnis der Dichte des trockenen Holzes dividiert durch die Dichte des frischen („grünen“) Holzes.

Nun liegen gesicherte Ergebnisse vor: Das Holz, welches während synodischer und siderischer Mondphasen geschlägert wurde, wies einen signifikant stärkeren Wasserverlust auf im Vergleich zu Holz aus einer Schlägerung ohne spezielle Mondphase. Der festgestellte Wasserverlust ist so zu verstehen, dass das Wasser beim „Mondholz“ wesentlich stärker aus den Zellwänden in die Zellhohlräume wanderte. Das „Mondholz“ hatte dementsprechend auch eine geringere Holzschwindung und auch eine geringere relative Dichte.
Der Zusammenhang konnte sowohl für das wasserleitende Splintholz als auch für das sonst „ruhende“, im Stamm innen liegende Kernholz nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse werden mit einer neuen Theorie
untermauert. Die Gründe für die veränderten Eigenschaften bei „Mondholz“ könnten nicht im Holz selbst, sondern – und das ist erstaunlich – im Wasser liegen! So ist bekannt, dass Wasser in den Holzzellwänden in Form von Clustern vorliegt und die Grösse dieser Cluster scheint von Magnetfeldern abhängig zu sein. Mondphasen bewirken solche Magnetfeldänderungen.

Genaue Hinweise dafür kommen von Gerhard Dorda, einem bekannten deutschen Physiker, der auch an der Entdeckung des Quanten-Hall Effektes mitgewirkt hat. Für den Quanten-Hall-Effekt gab es 1985 den Nobelpreis für Physik an Klaus von Klitzing aus Stuttgart. In Anlehnung an diesen Effekt ist Dorda überzeugt, dass wechselnde Magnetfelder auch starke Einflüsse auf die molekulare Struktur von Wasser haben. Ist also Holz einmal trocken, verschwindet dann auch der Mondeinfluss? Oder merkt sich Holz, dass es einmal Mondholz war? Wird feuchtes Holz wieder „mondabhängig“?

Heraklit hat einst erklärt: Panta rhei, alles fliesst! Der Einfluss des Mondes kommt also erst durch das Wasser ins Holz. Ich persönlich bin Befürworter des Mondholzes und baue gerne für Sie ihr individuelles Mondholzbett, ihren einzigartigen Mondholztisch und jede Idee, die sich verwirklichen lässt. Nehmen Sie doch einfach unverbindlich mit mir Kontakt auf.

Literatur :

  • Paungger/Poppe: «Vom richtigen Zeitpunkt – Die Anwendung des Mondkalenders im täglichen Leben» Verlag Heyne 2006
  • Erwin Thoma: «Für lange Zeit Leben und Bauen mit Holz», Verlag Brandstätter 2003

Quellen:

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